Der Kurzvortrag setzt sich mit dem Empathiebegriff im Kontext von ADHS und Autismus auseinander und hinterfragt tradierte, defizitorientierte Zuschreibungen. Ausgangspunkt ist die Differenzierung zwischen kognitiver und affektiver Empathie sowie die Frage, inwiefern Missverständnisse häufig aus unterschiedlichen Wahrnehmungs-, Verarbeitungs- und Kommunikationsstilen resultieren.
Diskutiert werden neuere Konzepte wie das „Double Empathy Problem“, emotionale Übererregbarkeit, Reizoffenheit sowie die Rolle von Kontext, Beziehung und gegenseitiger Abstimmung. Dabei wird Empathie nicht als statische Fähigkeit verstanden, sondern als interaktiver Prozess, der von wechselseitigem Verstehen und Passung abhängt.
Ziel des Vortrags ist es, ein differenziertes Verständnis von Empathie zu entwickeln, stereotype Annahmen zu reflektieren und eine beziehungsorientierte, neurodiversitätssensible Haltung im diagnostischen und therapeutischen Setting zu fördern.
Psychologische und ärztliche Psychotherapeuten; Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut*innen
Ein Antrag auf Akkreditierung dieses Vortrages ist bei der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg gestellt. Die Punkte werden in der Regel auch von allen Psychotherapeuten-und Ärztekammern in Deutschland, Österreich und der Schweiz anerkannt. Im Anschluss an den Vortrag erhalten Sie automatisch eine E-Mail mit Ihrer Teilnahmebescheinigung und Ihren Fortbildungspunkten.
Sie benötigen ein internetfähiges Endgerät (Computer, Tablet oder Smartphone) mit Lautsprechern und eine stabile Internetverbindung. Der Praxisworkshop wird als Zoom-Meeting abgehalten. Bitte aktivieren Sie hierfür Ihre Kamera. Ihr Mikrofon ist zunächst stumm geschaltet, Sie können es aber für Wortmeldungen aktivieren.
Sie erhalten am Tag der Veranstaltung den Zoom-Link zur Teilnahme und die Veranstaltungsunterlagen per E-Mail zugesandt. Zur Teilnahme müssen Sie lediglich den Link anklicken und das Webinar/ Meeting wird automatisch in Ihrem Browser geöffnet.
16.00 - 20.15
Online via Zoom
7 Punkte