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Verdeckte ADHS bei Frauen

Dr. Anna Szép

Verdeckte ADHS bei Frauen
OAP

ADHS wurde lange primär als Störungsbild des hyperaktiven Jungen verstanden. Diagnostische Leitbilder, klinische Störungsmodelle und Forschungsstichproben sind entsprechend historisch männlich geprägt. Mädchen und Frauen mit ADHS zeigen jedoch häufig andere Symptomprofile, entwickeln ausgeprägte Kompensationsstrategien und erhalten ihre Diagnose nicht selten erst im Erwachsenenalter.

Ziel des Workshops ist es, diagnostische Sicherheit im Umgang mit ADHS bei Frauen und Mädchen zu stärken. Im Mittelpunkt steht ein praxisnahes Modell, das erklärt, wo und warum ADHS bei Frauen konkret verloren geht: durch Nichterkennung, Fehldiagnose, übersehene Komorbidität und diagnostisches Overshadowing. Masking und Kompensationsstrategien werden dabei als klinisch relevante, aber in ihrer Evidenz noch nicht abschließend geklärte Mechanismen eingeordnet. Ein eigener Teil des Workshops widmet sich der Rolle sozialer Medien in der Selbst- und Fremderkennung von ADHS sowie dem Spannungsfeld zwischen historischer Unterdiagnostik und aktueller Diagnosenachfrage. Dieses Modell bildet den roten Faden des Tages und wird anhand eines Fallpanels aus fünf Frauen und Mädchen unterschiedlicher Altersgruppen erarbeitet und vertieft.

Inhaltliche Schwerpunkte sind die gendersensible Diagnostik einschließlich Informant*innen-Bias, Entwicklungsanamnese, diagnostischer Instrumente und hormoneller Einflüsse, die differenzialdiagnostische Abgrenzung zu Depression, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen sowie ein praxisorientierter Ausblick auf therapeutische Implikationen mit Fokus auf Scham, Identität und KVT-Adaptationen nach Spätdiagnose.

Der Workshop richtet sich an Psychologische und ärztliche Psychotherapeut*innen sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen, die in ihrer Arbeit mit Mädchen und Frauen diagnostische Sicherheit aufbauen oder vertiefen und relevante Aspekte in der Behandlung von Frauen und Mädchen mit ADHS kennenlernen möchten.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass ein Praxisworkshop immer ein geschützter Raum sein soll. Daher ist es wichtig, dass keine dritten Personen dauerhaft mithören oder -schauen. Damit ein vertrauensvoller Austausch in der Gruppe möglich ist, freuen wir uns, wenn Sie mit Bild und Ton am Praxisworkshop teilnehmen.

 

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Im Detail

Psychologische und ärztliche Psychotherapeut*innen; Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut*innen

Ein Antrag auf Akkreditierung dieses Vortrages ist bei der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg gestellt. Die Punkte werden in der Regel auch von allen Psychotherapeuten-und Ärztekammern in Deutschland, Österreich und der Schweiz anerkannt. Im Anschluss an den Vortrag erhalten Sie automatisch eine E-Mail mit Ihrer Teilnahmebescheinigung und Ihren Fortbildungspunkten. 

Sie benötigen ein internetfähiges Endgerät (Computer, Tablet oder Smartphone) mit Lautsprechern und eine stabile Internetverbindung. Der Praxisworkshop wird als Zoom-Meeting abgehalten. Bitte aktivieren Sie hierfür Ihre Kamera. Ihr Mikrofon ist zunächst stumm geschaltet, Sie können es aber für Wortmeldungen aktivieren.  

Sie erhalten am Tag der Veranstaltung den Zoom-Link zur Teilnahme und die Veranstaltungsunterlagen per E-Mail zugesandt. Zur Teilnahme müssen Sie lediglich den Link anklicken und das Webinar/ Meeting wird automatisch in Ihrem Browser geöffnet. 

Wann?

Mo. 5.4.2027

10.00 - 17.30

Wo?

Online via Zoom

CME

10 Punkte

Noch genug Plätze frei

Teilnahmegebühr

220,00 €

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