Sexuelle Identität umfasst unser individuelles Erleben von Nähe, Intimität, Begehren und Körperlichkeit. Sie entwickelt sich im Zusammenspiel von Biografie, Beziehungserfahrungen sowie gesellschaftlichen und kulturellen Einflüssen.
Der Vortrag lädt dazu ein, das Konzept des sexuellen Selbst aus psychotherapeutischer Perspektive zu betrachten: Wie entsteht unser sexuelles Selbstverständnis? Welche Erfahrungen und Prägungen beeinflussen es? Und welche Bedeutung hat das sexuelle Selbst für das Erleben, die Beziehungen und mögliche Konflikte unserer Patient*innen?
Neben theoretischen Impulsen richtet sich der Blick besonders auf die psychotherapeutische Praxis: Wie können sexuelle Themen im therapeutischen Gespräch angesprochen und exploriert werden? Welche Fragen können Patient*innen dabei unterstützen, ihr eigenes sexuelles Erleben besser zu verstehen? Und wie können Therapeut*innen sensibel mit Scham, Unsicherheit, Ambivalenzen oder unterschiedlichen sexuellen Selbstverständnissen umgehen?
Der Vortrag bietet konkrete Anregungen für die therapeutische Gesprächsführung und Fallreflexion sowie Impulse zur eigenen professionellen Selbstreflexion. Ziel ist es, mehr Sicherheit im Umgang mit sexuellen Themen zu gewinnen und einen offenen, wertschätzenden Blick auf die Vielfalt sexuellen Erlebens in die psychotherapeutische Arbeit zu integrieren.
Psychologische und ärztliche Psychotherapeut*innen; Kinder-und Jugendlichen Psychotherapeut*innen, Interessierte aus anderen klinisch tätigen Berufsgruppen wie Pflegefachkräfte, Körpertherapeut*innen, Kunsttherapeut*innen, Heilpraktiker*innen, Psycholog*innen etc..
Ein Antrag auf Akkreditierung dieser Veranstaltung ist bei der LandespsychotherapeutenkammerBaden-Württemberg gestellt. Die Punkte werden in der Regel von allen Psychotherapeuten- und Ärztekammern in Deutschland, Österreich und der Schweiz anerkannt. Im Anschluss an die Veranstaltung erhalten Sie automatisch eine E-Mail mit Ihrer Teilnahmebescheinigung und Ihren Fortbildungspunkten.
Sie benötigen ein internetfähiges Endgerät (Computer, Tablet oder Smartphone) mit Lautsprechern und eine stabile Internetverbindung. Der Vortrag wird über die Zoom Webinarplattform (nicht als Zoom-Meeting) abgehalten. Als Teilnehmer*in sind Sie nicht über die Kamera sichtbar und können Ihr Mikrofon nicht nutzen. Sie haben aber die Möglichkeit, über den Chat und über "Fragen/ Antworten" aktiv an der Veranstaltung teilzunehmen.
Sie erhalten am Tag der Veranstaltung den Zoom-Link zur Teilnahme und die Veranstaltungsunterlagen per E-Mail zugesandt. Zur Teilnahme müssen Sie lediglich den Link anklicken und das Webinar/ Meeting wird automatisch in Ihrem Browser geöffnet.
18.00 - 19.30
Online via Zoom
2 Punkte
Dipl.-Psych. Barbara Rittmann