Frauen durchlaufen im Laufe ihres Lebens tiefgreifende biologische und psychosoziale Entwicklungsphasen. Pubertät, Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Matreszenz, Perimenopause und Menopause gehen mit komplexen Veränderungen des Hormon- und Nervensystems einher, die das emotionale Erleben, die Stressverarbeitung, das Bindungsverhalten, die Identitätsentwicklung und die psychische Gesundheit wesentlich beeinflussen können.
Diese Zusammenhänge werden in der psychotherapeutischen Versorgung bislang häufig nur am Rande berücksichtigt. Gleichzeitig zeigen aktuelle Erkenntnisse aus der Psychoneuroendokrinologie, Stressforschung und Embodiment-Forschung, dass hormonelle Veränderungen und psychische Prozesse in einer engen Wechselwirkung stehen und sich gegenseitig beeinflussen.
Die Fortbildung vermittelt einen integrativen, biopsychosozialen Ansatz zur psychotherapeutischen Begleitung von Frauen in unterschiedlichen hormonellen Lebensphasen. Neben den neurobiologischen und psychologischen Grundlagen stehen körperorientierte und hypnotherapeutische Interventionen im Mittelpunkt, die Patientinnen in ihrer Selbstregulation, Körperwahrnehmung und emotionalen Stabilisierung unterstützen können.
Vorgestellt werden wissenschaftlich fundierte Ansätze aus der achtsamkeitsbasierten Psychotherapie, Embodiment, Atemarbeit, Yoga, hypnotherapeutischen
Imaginationsübungen zur Stressreduktion sowie der Förderung von Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge. Die Teilnehmenden lernen praxisnahe Übungen kennen, die sich unmittelbar in den therapeutischen Alltag integrieren lassen und die psychotherapeutische Behandlung sinnvoll ergänzen können.
Ein weiterer Schwerpunkt der Fortbildung liegt auf der weiblichen Identitätsentwicklung. Hormonelle Übergangsphasen werden nicht ausschließlich als medizinische Ereignisse verstanden, sondern als bedeutsame Entwicklungsprozesse, die mit Veränderungen des Selbstbildes, der Beziehungen, der Sexualität, der Lebensgestaltung und der Sinnfindung verbunden sein können.
Dabei wird auch die Bedeutung einer verkörperten Weiblichkeit thematisiert. Das in vielen Kulturen beschriebene Yin-Prinzip dient hierbei als orientierendes Modell für rezeptive, regenerative und intuitive Qualitäten, die sich psychotherapeutisch als Selbstfürsorge, Verbundenheit, achtsame Präsenz, Körperbewusstsein und emotionale Regulation verstehen lassen. Diese Perspektive wird in einen modernen psychotherapeutischen und neurobiologischen Kontext eingeordnet.
Lernziele
Nach der Fortbildung können die Teilnehmenden
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass ein Praxisworkshop immer ein geschützter Raum sein soll. Daher ist es wichtig, dass keine dritten Personen dauerhaft mithören oder -schauen. Damit ein vertrauensvoller Austausch in der Gruppe möglich ist, freuen wir uns, wenn Sie mit Bild und Ton am Praxisworkshop teilnehmen.
Psychologische und ärztliche Psychotherapeut*innen
Ein Antrag auf Akkreditierung dieses Vortrages ist bei der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg gestellt. Die Punkte werden in der Regel auch von allen Psychotherapeuten-und Ärztekammern in Deutschland, Österreich und der Schweiz anerkannt. Im Anschluss an den Vortrag erhalten Sie automatisch eine E-Mail mit Ihrer Teilnahmebescheinigung und Ihren Fortbildungspunkten.
Sie benötigen ein internetfähiges Endgerät (Computer, Tablet oder Smartphone) mit Lautsprechern und eine stabile Internetverbindung. Der Praxisworkshop wird als Zoom-Meeting abgehalten. Bitte aktivieren Sie hierfür Ihre Kamera. Ihr Mikrofon ist zunächst stumm geschaltet, Sie können es aber für Wortmeldungen aktivieren.
Sie erhalten am Tag der Veranstaltung den Zoom-Link zur Teilnahme und die Veranstaltungsunterlagen per E-Mail zugesandt. Zur Teilnahme müssen Sie lediglich den Link anklicken und das Webinar/ Meeting wird automatisch in Ihrem Browser geöffnet.
09.00 - 12.30
Online via Zoom
5 Punkte
M.Sc. Daniela Botz