People Pleasing beschreibt eine ausgeprägte Orientierung an Erwartungen anderer, verbunden mit Schwierigkeiten in der Grenzsetzung und der Tendenz, eigene Bedürfnisse systematisch zurückzustellen. Das Verhalten dient häufig der Stabilisierung von Beziehungen und der Vermeidung von Konflikten, erfüllt aber zugleich eine zentrale Funktion im Selbstwertschutz – insbesondere im Umgang mit Scham und Schuld. Langfristig kann dieses Muster mit erhöhter Stressbelastung, Erschöpfung, depressiver Symptomatik, Angst oder psychosomatischen Beschwerden einhergehen. Es wirkt häufig als aufrechterhaltender Faktor in unterschiedlichen Störungsbildern, indem es Vermeidungsverhalten stabilisiert und adaptive Selbstbehauptung erschwert.
Der Vortrag beleuchtet People Pleasing als dynamisches Wechselspiel von Selbstwertregulation, Beziehungsgestaltung und Konfliktvermeidung. Im Fokus stehen Fragen wie: Welche psychologischen Funktionen erfüllt das Muster, Wie lässt sich funktionale von dysfunktionaler Anpassung unterscheiden?, Welche blinden Flecken haben Behandler:innen im Umgang mit People Pleasing? Und welche Interventionen sind geeignet, um das Muster zu unterbrechen und der Ambivalenz differenziert zu begegnen?
Die vorgestellten Ansätze integrieren Elemente aus verschiedenen psychotherapeutischen Schulen und zielen darauf ab, funktionale Anteile des Musters zu würdigen, ohne seine langfristigen Kosten zu vernachlässigen. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Patient:innen zu mehr Selbststeuerung und tragfähiger Abgrenzung gelangen können.
Psychologische und ärztliche Psychotherapeut*innen; Kinder-und Jugendlichen Psychotherapeut*innen, Interessierte aus anderen klinisch tätigen Berufsgruppen wie Pflegefachkräfte, Körpertherapeuten, Kunsttherapeuten, Heilpraktiker, Psychologen etc..
Ein Antrag auf Akkreditierung dieser Veranstaltung ist bei der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg gestellt. Die Punkte werden in der Regel von allen Psychotherapeuten- und Ärztekammern in Deutschland, Österreich und der Schweiz anerkannt. Im Anschluss an die Veranstaltung erhalten Sie automatisch eine E-Mail mit Ihrer Teilnahmebescheinigung und Ihren Fortbildungspunkten.
Sie benötigen ein internetfähiges Endgerät (Computer, Tablet oder Smartphone) mit Lautsprechern und eine stabile Internetverbindung. Der Vortrag wird über die Zoom Webinarplattform (nicht als Zoom-Meeting) abgehalten. Als Teilnehmer*in sind Sie nicht über die Kamera sichtbar und können Ihr Mikrofon nicht nutzen. Sie haben aber die Möglichkeit, über den Chat und über "Fragen/ Antworten" aktiv an der Veranstaltung teilzunehmen.
Sie erhalten am Tag der Veranstaltung den Zoom-Link zur Teilnahme und die Veranstaltungsunterlagen per E-Mail zugesandt. Zur Teilnahme müssen Sie lediglich den Link anklicken und das Webinar/ Meeting wird automatisch in Ihrem Browser geöffnet.
18.00 - 19.30
Online via Zoom
2 Punkte