Dieser Vortrag ist Teil der Reihe: Neurodiversität in der Psychodynamischen Praxis
Weitere Vorträge finden Sie hier:
Di., 02.02.27: Autismus – Differentialdiagnosen, Komorbiditäten und psychodynamische Diagnostik
Di., 06.04.27: ADHS bei Erwachsenen – psychodynamisches Arbeitsmodell
Di., 11.05.27: Autismus bei Erwachsenen – psychodynamisches Arbeitsmodell
Di., 15.06.27: Autismus und Transsexualität
Di., 21.09.27: Neurodivergenz & Spät-Diagnosen: Fallvorstellung einer psychoanalytischen Behandlung
Der Kurzvortrag widmet sich der psychodynamischen Diagnostik von ADHS im Spannungsfeld von Differentialdiagnosen und Komorbiditäten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich ADHS im klinischen Bild von psychischen Erkrankungen abgrenzen lässt, mit denen es häufig verwechselt wird oder gemeinsam auftritt – etwa Traumafolgestörungen, depressiven Störungen, Suchterkrankungen, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen.
Dabei geht es nicht nur um die Beschreibung einzelner Symptome, sondern um ein vertieftes Verständnis ihrer psychischen Einbettung: Welche Symptome sprechen für eine entwicklungsbedingte Neurodivergenz, welche eher für Folgen chronischer Belastung, Traumatisierung oder maladaptive Bewältigungsstrategien? Und wie lässt sich ein klinisches Bild verstehen, in dem sich mehrere Ebenen zugleich überlagern?
Neben diagnostischen Leitlinien werden praxisrelevante Fallkonstellationen vorgestellt, die die Komplexität komorbider und überlappender Symptomlagen verdeutlichen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei einer psychodynamischen Perspektive, die nicht bei der kategorialen Zuordnung stehen bleibt, sondern nach innerer Struktur, Beziehungserfahrungen, Konfliktdynamiken und biografischer Entwicklung fragt.
Ziel des Vortrags ist es, diagnostische Sicherheit im Umgang mit komplexen Präsentationen zu stärken, Fehldiagnosen zu vermeiden und eine fundierte Grundlage für eine differenzierte, integrative Behandlungsplanung zu schaffen.
Psychologische und ärztliche Psychotherapeut*innen; Kinder-und Jugendlichen Psychotherapeut*innen, Interessierte aus anderen klinisch tätigen Berufsgruppen wie Pflegefachkräfte, Körpertherapeuten, Kunsttherapeuten, Heilpraktiker, Psychologen etc..
Ein Antrag auf Akkreditierung dieser Veranstaltung ist bei der LandespsychotherapeutenkammerBaden-Württemberg gestellt. Die Punkte werden in der Regel von allen Psychotherapeuten- und Ärztekammern in Deutschland, Österreich und der Schweiz anerkannt. Im Anschluss an die Veranstaltung erhalten Sie automatisch eine E-Mail mit Ihrer Teilnahmebescheinigung und Ihren Fortbildungspunkten.
Sie benötigen ein internetfähiges Endgerät (Computer, Tablet oder Smartphone) mit Lautsprechern und eine stabile Internetverbindung. Der Vortrag wird über die Zoom Webinarplattform (nicht als Zoom-Meeting) abgehalten. Als Teilnehmer*in sind Sie nicht über die Kamera sichtbar und können Ihr Mikrofon nicht nutzen. Sie haben aber die Möglichkeit, über den Chat und über "Fragen/ Antworten" aktiv an der Veranstaltung teilzunehmen.
Sie erhalten am Tag der Veranstaltung den Zoom-Link zur Teilnahme und die Veranstaltungsunterlagen per E-Mail zugesandt. Zur Teilnahme müssen Sie lediglich den Link anklicken und das Webinar/ Meeting wird automatisch in Ihrem Browser geöffnet.
20.00 - 21.30
Online via Zoom
2 Punkte
M. A. Michel Lahoud
M. A. Michel Lahoud
M. A. Michel Lahoud
M. A. Michel Lahoud
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